Humor ist, wenn man trotzdem lacht

In diesen Tagen wäre das Land fest in der Hand der Narren, es ist Karnevalszeit. Eigentlich. Denn in diesem Jahr wurde den Karnevalsfreunden der Spaß an der Session gründlich genommen, es finden keine Sitzungen und auch keine Umzüge statt.

Natürlich ist das zur Eindämmung der Pandemie sinnvoll, aber ließe es sich denn auch unbeschwert feiern, während fast die ganze Welt von diesem Virus in Atem gehalten wird?

Doch trotz aller Frustration über diese Pandemie soll und darf unsere Freude nicht verloren gehen. Denn die Freude am Leben und am Glauben ist das, was uns am Leben hält. Und da gibt es eine

Art von Freude, die sich mit der dunklen Wirklichkeit unseres Lebens verträgt: eine Art Freude, die man „Humor“ nennt.

Humor ist, wenn man trotzdem lacht“, heißt es in einem Sprichwort. Der humorvolle Christ vertraut so auf Gottes unbegreifliche Liebe, dass er die Kraft aufbringt, auch die Schattenseiten des Lebens leichter zu ertragen.

Dieser Humor braucht uns auch nicht verloren zu gehen, wenn mit dem Aschermittwoch die Fastenzeit beginnt. Die Einschränkung und Enthaltsamkeit in der Fastenzeit wollen uns ja nicht griesgrämig machen oder die Freude am Leben nehmen. Vielmehr bietet sich die Gelegenheit innere Freude und Humor aus dem Glauben zu finden.

In diesem Sinn wünsche ich Ihnen ein schönes Wochenende und einen guten Beginn der Fastenzeit.

Seht, der ist der beste Christ,
der von Herzen fröhlich ist;
der im Herzen lachen kann
und die Welt blickt heiter an.
Lasst uns Christen sein und Narren,
heute wie vor vielen Jahren.
Lachen wir in Gottes Namen!
Das ist Faschingsfreude. Amen.
                      (Verfasser unbekannt)

Michael Freitag, Diakon

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