„Du brauchst keine Angst zu haben!“

Ein Satz, den wir oft hören in unserem Leben. Ja, wenn das so einfach wäre mit unserer Angst. „Die Geschichte meines Lebens ist die Geschichte meiner Ängste“, so hat es einmal jemand ausgedrückt. Jeder geht mit seinen Ängsten anders um. Aber egal, ob wir sie offen zeigen oder in unserm Innern vergraben, Ängste gehören zu unserem Leben und prägen uns. Wie wir damit umgehen und leben ist Teil unserer Lebensgeschichte.

Im Evangelium dieses Sonntags sind die Jünger mit Jesus in einem Boot unterwegs, als ein heftiger Sturm losbricht und das Boot zu kentern droht. Und Jesus? — Er schläft seelenruhig weiter. Was will uns dieser Text sagen? Gott schläft, wenn wir in Not sind? Er lässt uns allein? Nein, als die Jünger Jesus wecken, greift er sofort ein und befiehlt dem Sturm zu schweigen. Jesus lässt sie und uns nicht allein. Er ist von Anfang an mit an Bord. Er begleitet auch uns durch die Stürme unseres Lebens. Stürme gehören zu unserem Leben – in der Beziehung, in der Familie, im Beruf. Aber wir können gewiss sein, dass er in unserer Nähe ist. „Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben?“ fragt Jesus  seine Jünger. Diese Frage richtet Jesus nicht nur an seine Jünger, sondern auch an uns. In dieser Frage steckt eine Zusage, ein Versprechen Jesu. Du bist mit deiner Angst nicht allein. Vertrau sie mir an. Lass mich deine Angst mittragen. Ich bin stärker als alles, was dir Angst macht. Unsere Ängste werden nicht verschwinden, aber wir werden besser damit umgehen können, wenn wir Jesus und seinem Versprechen trauen.

Die Lesungen des Sonntags ermutigen uns. Wir dürfen daran glauben und darauf vertrauen, dass Gott in Zeiten der Not und Angst bei uns ist. Möge die Geschichte unseres Lebens eine Geschichte des Glaubens und Vertrauens werden.

Ich wünsche Ihnen/ Euch eine gesegnete Woche

Marlies Ahillen , Gemeindereferentin

Bildquellen

  • keine_angst: Bild: Martin Manigatterer In: Pfarrbriefservice.de
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