In Gottes Hand geborgen

Immer wieder haben wir in unserem Leben mit Sorgen und Ängsten zu tun. Gerade in der heutigen Zeit begleitet uns die Sorge um die Gesundheit, den Arbeitsplatz, um die Kinder oder die Eltern. Wie geht es nach Corona weiter? Welche Folgen wird die Pandemie für unsere Zukunft haben? Solche und viele andere Fragen beschäftigen uns im Leben, da wird es schnell mal zu viel, Sorgen und Ängste können erdrückend werden.

Ein Lied kann da Zuversicht geben in dem es heißt: „Meine Zeit steht in deinen Händen. Nun kann ich ruhig sein, ruhig sein in dir. Du gibst Geborgenheit, du kannst alles wenden. Gib mir ein festes Herz, mach es fest in dir.“

Wunderschön und tröstend, in Gottes Hand bin ich geborgen, auf ihn kann ich vertrauen.

Im Sonntagsevangelium hören wir von der Heilung der Tochter des Jairus. Ein langes Evangelium, dessen Quintessenz in fünf Worten steckt, die Jesus zum Synagogenvorsteher Jairus spricht: „Fürchte dich nicht! Glaube nur!“

Jesus sagt diese Worte zur Jairus, als diesem gerade die niederschmetternde Botschaft mitgeteilt wurde: Zu spät. Deine Tochter ist tot. Du brauchst Jesus nicht mehr. Da kann auch er nichts mehr machen. – Fürchte dich nicht! Glaube nur!

Jairus hat Vertrauen und geht mit Jesus zu seiner Tochter. Jesus fasst sie an der Hand und sagt zu ihr: „Mädchen, steh auf.“ Und das Mädchen steht sofort auf. Ein wunderbarer Ausgang der Erzählung.

Leider ist es in unserem Leben nicht immer so, dieser Text kann aber trotzdem ein Hoffnungs-Evangelium für uns sein: Fürchte dich nicht! Glaube nur!

Das heißt, trotz aller Sorgen und Ängste, den Glauben, die Hoffnung an die oberste Stelle setzen. Vertrauen, dass Gott sich uns, unserer Sorgen annehmen wird. Dass er unser Leben teilt – in Freude und im Schmerz.

Ich wünsche uns Fürchtenden und Sorgenvollen, Unruhigen und Ängstlichen einen starken Glauben an Gott und großes Vertrauen in sein Dasein und seine Liebe!

Diakon Michael Freitag

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