Erntedank

In diesem Jahr mag es augenscheinlich vielleicht nicht so viel Grund geben, um dankbar zu sein. Das Gegenteil könnte der Fall sein, wenn wir an die Flutkatastrophe an der Ahr und Umgebung denken, an die Waldbrände am Mittelmeer und auf dem amerikanischen Kontinent. Und nicht zuletzt an die Unsicherheiten im Inzidenzverlauf und einer drohenden 4. Welle der Corona-Pandemie.

Andererseits war in diesem Jahr in der Pandemie schon wieder vieles mehr als noch im letzten Jahr wieder möglich und auch eine Welle der Hilfsbereitschaft in den Flutgebieten wurde sichtbar.

Können wir an all den guten Dingen, die wir trotz allem erfahren haben, oder den vielen helfenden Händen vielleicht doch ein Wirken Gottes erkennen?

Niemand lebt allein – immer leben wir in Beziehung zu und mit anderen Menschen und der Natur um uns herum. Diesen und auch den nachfolgenden Generationen sind wir verpflichtet.

Dank kann sich hier auch in Bewahrung ausdrücken. Sich in seinem Lebensstil einzuschränken, fällt aber schwer. Und mancher denkt, was bringt das denn, wenn ich das tue und andere nicht. Haben Sie sich schon mal gefragt, welchen CO2-Fußabdruck Sie einmal durch Ihr Verhalten hinterlassen?

Zu Erntedank sollten wir dankbar sein für die, die das Land bearbeitet und die Früchte der Erde geerntet haben und ernten werden. Für diejenigen, die das produzieren, was wir zum Leben brauchen. Und wir sollen dabei Gott nicht aus dem Blick verlieren, der uns letztlich das Leben gab und seine Schöpfung anvertraut hat.

Diakon Michael Freitag

Bildquellen

  • 2021ernte: © Michael Bogedain 03.10.2005
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