Warum Ferien, warum freie Zeit?

Die Urlaubszeit beginnt. Gefühlt macht es keinen Sinn in den Urlaub zu fliegen. Flüge werden abgesagt. An den Flughäfen wird von einem großen Koffer-Chaos berichtet, weil Mitarbeiter in der Abfertigung fehlen. Da hat man schon keine Lust mehr zu fliegen. Warum tut man sich das trotzdem an?

Am letzten Wochenende haben wir im Evangelium von Maria und Marta gehört, die Jesus zu Gast haben. Maria hört Jesus gerne zu und ist ganz von ihm und was er sagt gefangen. Marta sorgt lieber für das leibliche Wohl.

In den meisten Kommentaren kommt Marta schlecht weg. Man hat da den Eindruck: Kein Mensch mag Marta. Aber warum ist das so?

In einem Kommentar habe ich gelesen: Das liegt nicht daran, dass Marta arbeitet, während Maria dem Herrn zu Füßen sitzt und seinen Worten lauscht.

Es liegt daran, dass Marta mit dem selbst Gewählten nicht zufrieden ist, dies an ihrer Schwester auslässt und sich bei einem Dritten darüber beklagt.

Jetzt, an diesem Wochenende, werden wir von Abraham hören, der mit Gott feilscht. Er findet immer noch etwas Positives, um Gott zu überzeugen, zu überreden von der Strafe abzulassen.

Warum Ferien, warum freie Zeit?

Die Ferien dienen in erster Linie dazu, dass wir uns erholen. Deshalb sollen wir sie in regelmäßigen Rhythmen nutzen, um uns zu erholen und auch damit unsere innere Zufriedenheit wächst. Wir sollen uns auch nicht immer vergleichen oder über unsere Lasten nur klagen.

Einfach mal abschalten und aussteigen, dass ist das Motto der kommenden Tage. Eine positive Grundstimmung sorgt für mehr Wohlbefinden, aktiviert Kraftreserven und bringt Ruhe in unser Leben. Sie gestaltet die Gedanken positiv.

Deshalb ist es gut sich mit Maria und Marta und vielen anderen einfachmal hinzusetzen, vielleicht auch Jesus zuzuhören, miteinander zu essen und trinken, die Gemeinschaft, das Zusammensein, die Natur zu genießen.

Dann kann ein bisschen Brot, ein bisschen Wasser oder Wein zu einem Festmahl in Gemeinschaft werden.

Und wir sollen es auch wie Abraham machen. Das Gute und Schöne unter dem vielen Grau des Alltags entdecken. Das was unser Leben bereichert, sollen wir in den Blick nehmen.

Ich wünsche Ihnen und Euch allen schöne Ferien und gute Erfahrungen im Urlaub, im Zeltlager, Sommerlager oder anderswo!

Josef Wilken, Pfarrer

Bildquellen

  • 220724: CataleyaLifedesign / cc0 – gemeinfrei / Quelle: pixabay.com
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